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Online-Support für pflegende Angehörige (OSPA)

Zwei Drittel aller Pflegebedürftigen in Bayern werden zu Hause in der Familie betreut. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wird in den nächsten Jahren auf voraussichtlich 3,4 Mio. steigen. Viele pflegende Angehörige fühlen sich stark belastet.
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Einen innovativen Ansatz der Weiterentwicklung der Angehörigenarbeit bietet das Forschungsprojekt der TH Nürnberg „Online-Support für pflegende Angehörige“ OSPA. Das Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium fördert dieses Forschungsprojekt. Für die Jahre 2016 – 2018 stehen 300.000 Euro für dieses Projekt zur Verfügung. In den Modellregionen Nürnberg als städtischer Raum, die Diakonie Selb-Wunsiedel, Stadt Hof und die Caritas Hof für den ländlichen Raum startet dieses Projekt. Es ist in Zusammenarbeit mit einem Professor für Demenz, der AOK und Beratungsinstitutionen entwickelt worden. Seit dem 01.06.2017 läuft dieses Projekt im Echtbetrieb für die Modellregionen.

Die Internetanbindung in der Bevölkerung steigt in allen Altersbereichen. Die Beratung in den Beratungsstellen wird nicht so oft in Anspruch genommen, wie es nach der Zahl der zu Pflegenden zu erwarten wäre. Das Modellprojekt richtet sich insbesondere an die Angehörigen von Demenz-Erkrankten. Das innovative Angebot bietet eine Integration von Selbsthilfe, sowie von ehrenamtlicher und professioneller Beratung durch Expertinnen und Experten in der Pflege-Demenzberatung. Die Verbindung dieser beiden Kommunikationsebenen bietet ein integriertes, niederschwelliges, jederzeit per Mausklick von zu Hause erreichbares Unterstützungs- und Entlastungsangebot und bringt die Hilfe zu den Angehörigen. Es ergänzt damit das vorhandene Beratungsangebot der Fachstellen in den beiden Modellregionen Nürnberg, Hof und Wunsiedel-Selb. Es soll auf keinen Fall eine Konkurrenz zu den örtlichen unterschiedlichen Beratungs- und Hilfsangeboten sein.

Auf der Internetseite: www.fuer-pflegende-angehoerige.de

wird das Forum erklärt; es stehen dort die Nutzungsbedingungen, und es gibt Hinweise auf verschiedene Links, über welche man weitere Hilfe bekommen kann. Voraussetzung ist, dass Ratsuchende sich einloggen. Die Beiträge sind immer ohne Namen. Die Ehrenamtlichen haben Alias-Namen und sind als Ehrenamtliche zu erkennen. Sie machen in erster Linie die Online-Beratung. Es geht um die psychosoziale Beratung. Ehrenamtlich sind hier in Selb drei Personen tätig; vom Seniorenbeirat Selb ist dies Ulrike Kremer.

Die ehrenamtlichen Beraterinnen waren alle bereits in der Vergangenheit in irgendeiner Weise in der Demenzarbeit tätig. Von der TH Nürnberg sind sie speziell für diese Art der Beratung geschult worden und haben eine Übungsphase durchlaufen.  Im Hintergrund steht den Ehrenamtlichen immer eine Expertin zur Unterstützung zur Verfügung. Diese Expertin ist hier im Raum Selb Isolde Guba. Sie hat an der TH Nürnberg einen Studiengang „Online-Beratung“ absolviert und arbeitet schon lange in der Beratungsstelle für pflegende Angehörige der Diakonie hier in Selb.

Das zentrale Ziel des Online-Portals ist die psychosoziale Entlastung pflegender Angehöriger. Der Austausch „auf Augenhöhe“ mit anderen pflegenden Angehörigen erfolgt in spezifischen Themenforen; auch „Mitleserinnen“ und „Mitleser“ können so von den Erfahrungen anderer profitieren.

Im Hintergrund findet auch eine Evaluation statt, um nachzuweisen, dass die Online-Beratung hilfreich ist und um zu sehen, wie viele Menschen erreicht und auf diesem Weg entlastet werden.

Bis jetzt wurde kaum Werbung für diese Art der Beratung gemacht, weil erst ein Monat Echt-Test abgewartet werden sollte. Seit dem 01. Juli 17 wird von Nürnberg aus geworben.

Weitere Infos unter: http://www.e-beratungsinstitut.de/projekte/online-support-fuer-pflegende-angehoerige/

Beratungsbeispiele:

Meine Mutter erkennt ihren Mann nicht mehr

Umzug der Eltern ja oder nein

Schlaflose Nächte

Meine Wohnung / Deine Wohnung

Mein Vater erkennt mich nicht mehr

 

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