Ergebnisse der Befragung der Senioren

 Senioren schildern Probleme und geben Anregungen


24.10.2014 – Im Frühjahr wurde der Seniorenbeirat der Stadt Selb ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Dr. Eva Körner wurde hierbei bereits einiges an Themen bearbeitet. Was die Senioren in der Stadt bewegt, das wollte man aber auch durch eine Umfrage in Erfahrung bringen. Die Ergebnisse dieser „60+“-Befragung wurden nun öffentlich präsentiert. Dabei war Dr. Körner vor allem sichtlich erfreut, dass innerhalb der zweimonatigen Befragungsdauer genau 302 ausgefüllte Fragebögen, die in Arztpraxen, Seniorenkreisen, Altenheimen, Geschäften usw. ausgelegt waren, zurückkamen.


Den Antworten zufolge sieht man sich in Sachen Pflegedienste überwiegend gut aufgestellt. Hier wisse augenscheinlich jeder, wo Hilfe zu bekommen ist. Mehr Unterstützung und Information wird dagegen, egal ob in der Altersgruppe 60-70, 70-80 und über 80, vielmehr beim Garten- und Winterdienst und technischer Hilfe gewünscht. Auch in Sachen Freizeitangeboten wären mehr Informationen nicht verkehrt. Selbiges könne zukünftig mehr über die Webseite des Seniorenbeirats geschehen als auch über einen neu aufzulegenden „Seniorenratgeber“ denkbar, wie Dr. Körner und Wirtschaftsförderin Nadja Lochschmidt erklärten. Zur Freizeitgestaltung werden Tagesausflüge (auch gehbindertengerecht), Sport und Fitness, Mehrgenerationenprojekte ebenso wie Spielrunden und Seniorenschwimmen gewünscht.
Zum Thema Barrierefreiheit schilderten die Umfrage-Teilnehmer unterschiedlichste Gefahrenstellen im Stadtgebiet, bemängelten dazu fehlende Geländer an Gebäuden und Treppen – als Beispiel wurde die Stadtbücherei genannt, die nur schwer zugänglich sei, ebenso die Stadtkirche. Vom Seniorenbeirat lobte Gerhard Bock hierbei Oberbürgermeister Uli Pötzsch und insbesondere das Bauamt der Stadt Selb. Viele in den vergangenen Monaten geschilderte Problemstellen -


hier unternahm der Seniorenbeirat gar einen Rundgang mit Rollstuhlfahrern- wurden schnellstmöglich angegangen, Bordsteinkanten abgesenkt, Geländer repariert und Stolperfallen beseitigt. Auch die Unternehmer lobte Bock. Diese würden genannte Gefahrenstellen zum Wohle der Kunden umgehend beseitigen.

maroder Handlauf Weg zur Kappel

gerichteter Handlauf zur Kappel

hoher Randstein Parkplatz E-Center

der Verbindungsweg jetzt

Handlauf in der Stadtkirche zum Altarraum

Handlauf an der Volkshochschule


Dass Ruhebänke an vielen Ecken der Stadt fehlen, wurde ebenso genannt. Dr. Körner äußerte sich hierzu, dass bei Investitionen jedoch auch drauf geachtet werden sollte, dass die Bänke seniorengerecht ausgeführt sein sollten.
Engagierfreudig zeigen sich die Senioren laut Umfrage. Demnach würden sich etliche ehrenamtlich einsetzen wollen. Oder sich mit anderen mehr treffen wollen. Das kann durchaus auch im JAM passieren, wie die Leiterin Claudia Leidel meint. Allerdings sieht man sich nicht als Dienstleister. Gerne könne man sich also hier mit Ideen und Aktionen selbst einbringen. Dass das funktioniert beweist beispielsweise ein regelmäßiger Treff von Senioren zum Kartenspielen.
Natürlich wurden auch Wünsche und Anregungen im Rahmen der Umfrage mitgeteilt. Die Aufrechterhaltung des Seniorenbusses steht da auf dem Wunschzettel ganz oben. Zum Stadtlinienverkehr wird man sich hier seitens der Stadt bemühen und einen deutlich lesbareren Fahrplan erstellen. Weniger Kopfsteinpflaster, mehr WC in Einkaufsmärkten, eine Ehrenamtsbörse, mehr Fachärzte, einen Einkaufsmarkt auf der Kappel, einen Fußweg zum ALDI und vor allem keine zugeparkten Gehwege wurden mehrfach erwähnt.


Der Seniorenbeirat wird sich die Ergebnisse der Umfrage in seiner weiteren Ausführung zu Nutze machen, wurde bei der Präsentation klar versprochen.

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