Aus dem Seniorenbeirat notiert: u.a. Monatscafé „60+ Treff“, Lesepatenschaften, Sitzbänke, Seniorenball


24.4.2015 – Einmal im Monat wird im „SelbWerk-Treff“ am Vorwerk ein Monatscafé „60+ Treff“ stattfinden. Über diese  Neuigkeit berichteten die beiden Organisatorinnen Regina Hechtfischer und Doris Rummel bei der Sitzung des Seniorenbeirats der Stadt Selb. „Bekanntschaften können hier gepflegt und gar neue Leute kennengelernt werden“, freut man sich auf rege Teilnahme. Erstmals wird am 18. Mai zwischen 14:30-16:30 Uhr zu Kaffee und Kuchen geladen. Einmal im Monat soll diese Veranstaltung dann regelmäßig stattfinden. Die genauen Termine werden man via Presse bekanntgegeben. Gerne können sich auch weitere Helfer melden. Gesucht werden außerdem noch Gartenstühle, Tische und Sonnenschirme, um den Treff in den Sommermonaten auch im Freien abhalten zu können.
 
Als erfolgreich bezeichnete Lehrer Carsten Hentschel das vor über fünf Jahren ins Leben gerufene Projekt „Lesepatenschaften“. Hier werden von freiwilligen Einzelpersonen Kinder, bei denen in Sachen Lesen Nachholbedarf besteht, besonders betreut. „Die Schule kann hier bei Kindern, beispielsweise von bildungsfernen Eltern oder auch von Eltern ausländischer Herkunft, die zuhause kaum Deutsch reden, dies in nur sechs Schulstunden Deutsch pro Woche nicht auffangen,“ freut man sich über möglichst weitere „Lesepaten“. Der 79jährige Guenther Bruer erklärte in der Runde, dass er vor drei Jahren auf das Projekt aufmerksam wurde. „Dies macht auch jede Menge Spaß, hier helfen zu können,“ machte er hierfür Werbung. Weitaus mehr stecke jedoch auch dahinter. So könne man auch in etlichen weiteren Punkten helfen. Als Beispiel nannte er das Ausfüllen von Förderanträgen für Schulessen, Wiesenfestbekleidung oder Klassenfahrten. Hier bräuchten vor allem die Eltern oft die Unterstützung.
 
Positiv auf die Arbeit des Seniorenbeirats wurde der Gebietsleiter der VR-Bank Jörg Ruckdeschel aufmerksam. Er bot im Rahmen der VR-Bank-Aktion „50+“ an, bei Bedarf Vortragsabende abzuhalten. Themenpunkte könnten Online-Banking, Vorsorge und viele mehr sein. Im umgekehrten Fall freue er sich über Feedback aus dem Beirat, wie eine „seniorengerechte“ Bankfiliale aussehen könnte. „Über ein Viertel unserer Kunden ist zwischen 50 und 65 Jahre alt“, sieht sich Ruckdeschel großen Herausforderungen gegenüber.
 
Die Kosten in Höhe von rund 700 Euro für eine der aktuell elf angestrebten seniorengerechten Sitzgelegenheiten wird die VR-Bank übernehmen. Für eine weitere sagte bereits das Sportstudio Bauer die finanzielle Unterstützung zu. Gerhard Bock ging hierbei noch einmal auf dieses Projekt ein, waren doch erhöhte Sitzgelegenheiten samt Rücken- und Armlehne ein großer Wunsch, der aus einer Umfrage hervorging.


Im Bereich der Ludwigstraße und des Martin-Luther-Platz werden festinstallierte Sitzbänke durch den städtischen Bauhof umgebaut. Weiter wurde ein Plan erstellt, wo es im Stadtgebiet dringend an Sitzgelegenheiten fehlt. So sollen allein am Christian-Höfer-Ring drei Bänke aufgestellt werden, weitere u.a. am Papiermühlweg, in der Wittelsbacher Straße und an bestimmten Bushaltestellen.
 
Sich aktiv bewegen können Senioren bei freiem Eintritt am 9. Mai beim ersten „Seniorenball“. Dieser wird im Paul-Gerhardt-Haus stattfinden. Heimleiterin Beate Lenk verspricht hier einen Abend, bei dem jeder auf seine Kosten kommen wird. Schwungvoll geht dürfte es dabei bei Live-Musik auf der Tanzfläche hergehen.
 
Zum Thema „Großelternpatenschaften“ konnten von bislang einigen positiven Resonanzen berichtet werden. Gerne können sich aber noch weitere Interessierte melden. Noch aber bedarf es aus versicherungstechnischen Gründen eines Trägers des Projekts. Anfragen hierzu laufen.
 
In Arztpraxen werden demnächst kleine Prospektständer aufgestellt. Hierin finden Senioren Flyer und u.a. Informationsmaterial rund um den Seniorenbeirat und angeschlossenen Organisationen.
 
Gerhard Bock erinnerte daran, dass die Stadtbücherei für viele nur schwer oder gar nicht erreichbar sei. Man kenne zwar die Problematiken rund um mögliche Umbaumaßnahmen im bestehenden Gebäude, weiter werde man aber „dranbleiben“.
 
Die Idee einer Bocciabahn am Grafenmühlweiher brachte Dr. Eva Körner ins Spiel. Als Vorbild nannte sie die Stadt Nagel. Hier habe man in Eigenregie und nur mit wenigen Materialkosten solch eine Bahn erbaut. Seitdem wird diese rege genutzt. Dies könne bei Interesse ebenso ein Projekt des Seniorenbeirats werden.
 
Kontaktdaten und weitere Informationen zum Seniorenbeirat der Stadt Selb gibt es unter www.seniorenbeirat-selb.de

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