Aus dem Seniorenbeirat notiert…
Sturzprophylaxe, WGG kooperiert mit Paul-Gerhardt-Haus, Seniorenratgeber,
 Aktion Ruhebänke u.v.m.


24.7.2015 – Einige Themenschwerpunkte hatte der Seniorenbeirat der Stadt Selb in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag auf seiner Tagesordnung. Die wichtigsten Infos aus der Sitzung nachfolgend kompakt zusammengefasst:
 
Die „Körperliche Fitness“ ist ein großes Thema, das der Seniorenbeirat um die Vorsitzende Dr. Eva Körner unterstützt.



Ältere Menschen an Geräten zur Stärkung der Muskulatur

Mit der „Sturzprophylaxe“ soll die Muskelkraft gestärkt werden, um Stürze als auch die dadurch verursachten Verletzungen zu vermeiden bzw. zu verringern. Im Oktober werde man hierzu Interessierte extra zum „Sturztrainer“ ausbilden lassen, die dann in Altenheimen und Gruppen hilfreich zur Seite stehen können.
Im Paul-Gerhardt-Haus wird zukünftig auch ein kleiner Fitnessraum eingerichtet, in dem die Senioren aus dem Haus ebenso wie Gäste ihre Muskeln stärken können. Das Wohnheim wird dazu ab dem kommenden Schuljahr mit dem Walter-Gropius-Gymnasium zusammenarbeiten. Schulleiterin Tabea-Stephanie Amtmann möchte für die Schüler der zehnten Klassen ein Wahlfach zur Stärkung der sozialen Kompetenz einführen. Schüler sollen dabei den Senioren bei verschiedensten Dingen helfen. Schon an ihrer vorherigen Schule in Hof habe sie damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Am Ende des Projekts werde es ein Praktikumszeugnis geben. Das Thema „Mehrgenerationen“ steht für sie auch noch bei weiteren Schwerpunkten im Vordergrund. So soll beispielsweise das Schulfest zu einem „Fest der Generationen“ abgeändert werden, bei dem die Schüler des WGG selbst, als auch Senioren und Kindergärten mit eingebunden werden können.
 
Neu überarbeitet und aufgelegt wird der Seniorenratgeber „Senioren willkommen“. Aktuell werden zu verschiedenen Themenbereichen wie u.a. Gesundheit, Dienstleistungen und Gesellschaft Überlegungen angestellt und Daten gesammelt. Bis Ende September können sich Interessierte zu den Kategorien melden, um hierin aufgenommen zu werden. Auch freie Werbeplätze sind vorhanden.
 
Zu finden wird dieser dann u.a. in den eigens angeschafften Infoboxen. Diese sind mittlerweile in der Touristinfo und in einigen Hausarztpraxen aufgestellt. Hierin finden sich zahlreiche Informationsblätter, die auf den Seniorenbus, Veranstaltungen u.v.m. hinweisen.
 
Die Finanzierung des Seniorenbus ist dank der Unterstützung von Sponsoren bis Jahresende gesichert. Auch über den Zeitraum hinaus erhoffen sich Dr. Körner und ihre Mitstreiter die notwendige finanzielle Hilfe. Auch um Spenden der Mitfahrer wird gebeten. Das Projekt wird aktuell unterstützt von: Edeka Egert, Norma, Alte Apotheke, FactoryIn, Detlef Strößner, Praxen Dr. Braun, Dr. Wilhelm, Dr. Körner, Mathes, Dr. Weber-Pöhlmann, Dr. Pöhlmann, Dr. Pretzschel, Dr. Reichel, Dr. Täuber, Dr. Triebel, Dr. Tucman, Dr. Wellhöfer, Amon-Optik, Commerzbank, ESM, Friseur Indra, Hauskrankenpflege Behrens, Ludwig-Apotheke, Neue Apotheke, Orthopädieschuhtechnik Hörath, Optik Sick, Sparkasse Hochfranken, Sportstudio Bauer, Metzgerei Sandner und Café Hatzel.
 
Mehr als gut angenommen wird das einmal monatlich stattfindende „Montagscafe 60+“ im Quartierstreff am Vorwerk. Bei der jüngsten Veranstaltung am vergangenen Montag wurden über 70 Besucher gezählt, mehr als eigentlich Platz finden. Neben den Organisatoren gilt der Dank insbesondere dem SelbWerk, die u.a. bei der Ausstattung der Räumlichkeiten tatkräftig zur Seite steht. Deren Personalressourcen seien jedoch erschöpft, bei möglichen weiteren Veranstaltungen könne man daher kaum bis gar nicht helfen. Somit gilt der Appell an mögliche Freiwillige, sich hier ehrenamtlich mit einzubringen.
 
Im Seniorenbeirat wurde auf Spielnachmittage einer Frauenrunde am jeweils ersten und dritten Dienstag (ab 14:30 Uhr) als auch den regelmäßigen Schachtreff (jeweils dienstags um 18 Uhr) im JAM aufmerksam gemacht. Beide Gruppen würden sich über weitere Mitspieler freuen, die Schachfreunde gar zusätzlich über zur Verfügung gestellte Schachspiele. Interessierte können nach den Sommerferien direkt zu den Terminen zustoßen.
 

 


Sehr zufrieden zeigt sich Gerhard Bock neben dem großen Ziel der Barrierefreiheit an viele Stellen im Ort, was man Zug um Zug weiterverfolgen werde, über den Ablauf der Aktion „Ruhebänke“. Wie bereits auf selb-live.de berichtet, wurden im Innenstadtbereich einige der bestehenden Sitzgelegenheiten erhöht, dazu Rückenlehnen angebracht. Dank der finanziellen Unterstützung vom Sportstudio Bauer, der Firma Spitzer, der Bürgerstiftung, der ESM, der VR-Bank, der Firma Vishay, Franconiafilms, der Internationalen Frauengruppe, dem Rosenthal-Outletcenter und von der Modefabrik NoBasics können nun an der Luitpold-Grundschule, bei der Praxis Dr. Wellhöfer in der Wittelsbacher Straße, am Christian-Höfer-Ring am Fußweg zur Pfaffenleithe, an der Ecke Ascher Straße sowie hin zum Reuthberg, dazu in der Ringstraße in Selb-Plößberg, am Brückenradweg (Papiermühle), in der Hohenberger Straße gegenüber der Bäckerei Popp sowie an der Bushaltestelle am Regenbogenhaus neue seniorengerechte Bänke aufgestellt werden. Weiter wird die Fa. Andres eine eigene kreierte Bank an der Bushaltestelle in der Goethestraße errichten. Auch der Lions-Club hat eine Spende zugesagt. So werde man wohl auch am Bahnhof eine Bank aufstellen können. Wie hier, gebe es aber an einigen anderen gewünschten Stellen im Stadtgebiet noch das Einverständnis der Eigentümer der jeweiligen Grundstücke einzuholen.

In diesem Zusammenhang erklärte Bock jedoch, dass man nicht immer betteln gehen könne, um diese Aufgaben erfüllen zu können. Oberbürgermeister Uli Pötzsch stimmte dem zu, verwies allerdings auf die aktuellen Regularien, dass es sich bei der Unterstützung des Seniorenbeirats um freiwillige Leistungen handeln würde, bei Zeiten eines nicht genehmigten städtischen Haushalts dies nicht erlaubt sei. Allein schon im Hinblick auf den demografischen Wandel fordert er hier mehr Handlungs-spielraum.
 
Ulrike Krämer informierte kurz über die Entwicklung der gegründeten „Senioren-gemeinschaft Fichtelgebirge“. Bereits über 160 Mitglieder seien hier registriert. Unterstützt wurde das gar mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 30.000 Euro. Vereinsmitglieder helfen sich hier gegenseitig, z.B. bei Fahrdiensten, Besorgungen, Behördengängen, im Haushalt und vielem mehr.

Nähere Infos unter: www.seniorengemeinschaft-fichtelgebirge.de


 

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