Aus dem Seniorenbeirat notiert…
Veröffentlichung selb-live vom 04.03.2016


4.3.2015 - Einige Themenschwerpunkte hatte der Seniorenbeirat der Stadt Selb in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstagabend auf der Tagesordnung. Die wichtigsten Infos aus der Sitzung nachfolgend kompakt zusammengefasst:
 
Neu überarbeitet und aufgelegt wird der Seniorenratgeber „Senioren willkommen“. Verschiedene Themenbereiche wie u.a. Gesundheit, Dienstleistungen und Gesellschaft wurden zusammengestellt und Daten gesammelt. Die zahlreichen Informationen wurden an Wirtschaftsförderin Nadja Hochmuth übergeben. Die Infos wurden ergänzt, zu einer Broschüre zusammengefasst, das Layout erstellt. Kleine Feinabstimmungen sind aktuell noch nötig. Der Ratgeber soll im Laufe des Frühjahrs mit einer Auflage von 15.000 Stück veröffentlicht werden.
 
Oberbürgermeister Uli Pötzsch teilte mit, dass der Neubürgerempfang zukünftig in einem neuen Format stattfinden wird. Anstatt im Spätherbst im Rathaus, werden die neu nach Selb zugezogenen Bürger am 9. Mai 2016 nach dem Angebot einer kleinen Stadtführung ins Foyer des Rosenthal-Theaters eingeladen. Hier kann sich u.a. auch der Seniorenbeirat mit seinem vielfältigen Angebot präsentieren.
 
Nachdem die Nahversorgung in Erkersreuth weggebrochen ist, kam hier die Anfrage, ob das seit mittlerweile fünf Jahren bestehende Angebot des Seniorenbusses auch diesen Ortsteil anfahren könne. Laut Busunternehmer Detlef Strößner würde es wohl keine Probleme geben, hierfür eine Genehmigung zu bekommen. Der Fahrplan müsste jedoch neu überplant und erweitert werden. Mit Mehrkosten von rund 500 Euro im Monat müsste gerechnet werden. Der Bus, der ältere Menschen aus Gebieten, in denen es ursprünglich eine Nahversorgung gab, zu Einkaufsmärkten bringt, wird durch Sponsoring und Spenden finanziert. Für den Fahrgast selbst ist er kostenlos. Der Appell an die Mitfahrer gilt dennoch, sich an den Kosten durch regelmäßige freiwillige Spenden zu beteiligen, um das Angebot weiter aufrechterhalten zu können. Genutzt wird der Seniorenbus regelmäßig von 20-30 Personen, über die Woche gesehen spricht Strößner gar von 60 verschiedenen Fahrgästen. Zur Thematik Haltepunkte in Erkersreuth möchte man zunächst erst den tatsächlichen Bedarf in Erfahrung bringen. Um die Kosten zu verringern, wäre es aber auch denkbar, den Ortsteil nur einmal in der Woche zu bedienen.
 
Kathrin Schobert berichtete im Seniorenbeirat vom Start des Patengroßeltern-Projekts (selb-live.de berichtete). Hierbei soll es um eine längerfristige und gegenseitige Bereicherung der Generationen gehen. Auch sollen die Patengroßeltern nicht vordergründig als Babysitter eingesetzt werden. Die Familien und Patengroßeltern sollen miteinander Zeit verbringen, eine Beziehung aufbauen zwischen den Generationen und Erfahrungen austauschen. Bei der Auftaktveranstaltung vor einer Woche hatten Eltern und Patengroßeltern Gelegenheit ihre Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen zu äußern. Nach Erfassung der ausgetauschten Daten werden die Initiatorinnen des Patengroßeltern-Projekts demnächst die ersten Familien und Patenomas zusammenbringen. Damit alle bisher interessierten Familien mit Patenomas und Patenopas bedacht werden können, freut man sich aber noch über weitere Kontakte zu lebenserfahrenen Menschen, die Zeit und Freude am Umgang mit Kindern haben. Ebenso können sich Familien, die Patengroßeltern suchen, melden. - Kontakt: Dorothea Hund, Tel. 09287 67583, dorlehund@t-online.de ; Kathrin Schobert, Tel. 09287 956499, kathrin.schobert@t-online.de
 
Seit Anfang des Jahres ist das Evangelische Jugendfürsorgewerk (EJF) Mieter des ursprünglich als Jugendhotel angedachten Teils im mit dem JAM geteilten Gebäudekomplex in der Karl-Marx-Straße. Seitens des EJF, das u.a. das Hotel Silberbach, das „Gut Blumenthal“ und eine Einrichtung am Wartbergweg betreut, gab Anja Krauß-Ranzinger einen kleinen Abriss darüber, dass man in den vergangenen Wochen nun zehn Appartements bezugsfertig gemacht habe. Hier besteht fortan die Möglichkeit, Jugendliche, junge Frauen mit Kind, Behinderte bis hin zu älteren Personen unterzubringen – eine ambulante Betreuung werde hier sichergestellt. Doch auch verschiedenste Angebote sollen sich zukünftig auch an die Öffentlichkeit wenden. Beispielsweise mit einem Café-Angebot oder einmal in der Woche (Dienstags) mit einem Mittagstisch für Senioren. Aktionen wie „Jung und Alt kochen gemeinsam“ in der vorhandenen Großküche wäre nur ein weiteres denkbares Beispiel. Für kleine Veranstaltungen habe man auch eine kleine Bühne errichtet. Vieles könne zudem in Zusammenarbeit mit dem JAM erfolgen. Aus der vom Seniorenbeirat durchgeführten Befragung „60+“ wolle man zudem einige Vorschläge aufnehmen und umsetzen. Am 16. April wird das EJF im großen Gemeinschaftssaal bei der Kunstnacht teilnehmen. Die offizielle Eröffnung erfolgt am 13. Mai.
 
Begonnen haben zwischenzeitlich die Schüler der Mittelschule mit dem Projekt „Bankbau“. Die seniorengerechte Sitzgelegenheit soll am Rathaus aufgestellt werden.
Der Wunsch eines barrierefreien Zugangs zur Stadtkirche wird weiter befolgt. In Kürze wird es hier einen Ortstermin mit den zuständigen Behörden geben.
 
Beklagt wird häufig, dass der Telefonkartenautomat im Selber Krankenhaus nicht genutzt werden kann. Ursache hierfür ist, dass der Automat die neuen 5- und 10-Euro-Scheine nicht annimmt. Ein Update selbst sei nicht mehr möglich. Die komplette Anlage soll aber in Zukunft ausgetauscht werden. Die Seniorenbeiratsvorsitzende informierte jedoch, dass man an der Pforte des Klinikums jederzeit Geld in noch ältere Geldscheine tauschen kann.
 
Dr. Körner informierte außerdem über Vergünstigen bei der Nutzung des ÖPNV. So haben Personen ab 65 Jahren die Möglichkeit, eine 6er-Streifenkarte zu einem um 40% ermäßigten Preis zu erwerben.

Das Paul-Gerhardt-Haus wird ein Galileo-Vibrationsgerät anschaffen. Dieses ermöglicht bei regelmäßiger Nutzung ohne großen Aufwand einen Muskelaufbau. Neben Hausbewohnern haben auch alle weiteren Senioren zu bestimmten Terminen die Gelegenheit, das Trainingsgerät auf Spendenbasis zu nutzen.


Gerhard Bock berichtete über die Bemühungen zum Erhalt der Polizeiinspektion Selb. Der Seniorenbeirat hat hierzu auch einen Brief an das Innenministerium verfasst. Auf die geschilder ten Ängste um den Verlust der Sicherheit gab es zwar eine allgemein verfasste Antwort. Hiermit als auch aus einem persönlichen Gespräch mit dem oberfränkischen Polizeipräsidenten zeigt sich Bock allerdings wenig zufrieden. Unverständnis habe er zudem zum angekündigten „Runden Tisch“ am 26. April in München, schließlich würden bereits alle Fakten auf dem Tisch liegen. Weiter gelte es aber für den Erhalt der PI Selb wie auch einer Personalaufstockung zu kämpfen.


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