Aus dem Seniorenbeirat notiert…
 

7.7.2016 –  Einige Themenschwerpunkte hatte der Seniorenbeirat der Stadt Selb in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwochabend auf der Tagesordnung. Die wichtigsten Infos aus der Sitzung nachfolgend kompakt zusammengefasst:
 
Auf positive Resonanz stößt das Galileo-Trainingsgerät,

das dank einer Spende angeschafft werden konnte und seitdem im Paul-Gerhardt-Haus rege genutzt wird. Neben den Bewohnern des Hauses können auch Interessierte dieses ursprünglich aus der Weltraumforschung konzipierte Gerät nutzen. 20 Personen trainieren schon regelmäßig. Gedacht ist es u.a. für den Muskelaufbau. Innerhalb einer Minute werden darauf 1.500 Schritte simuliert. Ehrenamtlich geschulte Trainer stehen während den angebotenen Trainingszeiten zur Seite. Die Nutzer zeigen sich bereits begeistert. Verschwundene Krämpfe oder bei einer Rollstuhlfahrerin gar das Gefühl kräftiger gewordener Beine sind bereits herausragende Ergebnisse. Das Trainingsgerät im PGH kann kostenlos genutzt werden, wobei Spenden zum Ausbau des Fitnessbereichs gerne gesehen werden. Eine Trainingseinheit dauert dabei auch nur etwa sieben Minuten. Die genauen möglichen Trainingszeiten inklusive der Bitte um vorherige Anmeldung können über das PFG unter 09287/99400 erfolgen. Ein Einverständnis des Hausarztes muss jedoch vorhanden sein.
 
Ein Schuljahr lang „Altenheim macht Schule“ ist vom großen Erfolg gekrönt. 17 Schüler beteiligten sich an diesem erstmalig am Gymnasium angebotenen Projekt. Schulleiterin Tabea-Stephanie Amtmann als auch die Leiterin des Paul-Gerhardt-Haus, Beate Lenk, zeigten sich mehr als zufrieden. Nach anfänglichen Berührungsängsten entwickelten sich teils sehr gute Beziehungen. Ob beim Spielen, der Betreuung oder einfach nur dem sich unterhalten, sowohl die Altenheimbewohner als auch die Schüler der zehnten Klassen profitierten von diesem Wahlfach. „Die jungen Leute haben Schwung in den Alltag gebracht“, freuten sich die Senioren. Gerne ließ man sich da auch einmal ein Smartphone erklären. Umgekehrt lernten die Schülerinnen und Schüler viel aus der Erfahrung der Bewohner. Für die Gymnasiasten war das Projekt ein wichtiges Stück Lebenserfahrung. Im kommenden Schuljahr möchte man das Projekt mit einem neuen Schülerjahrgang fortsetzen.
 
Das Familienzentrum FAM steht in den Startlöchern. So erklärten die Verantwortlichen, dass man fortan dienstags von 11-17 Uhr zunächst Mittagstisch und später Kaffee und Kuchen anbieten werde. Donnerstags von 17 bis 22 Uhr soll es beim „After Work“ Cocktails und kleines Snacks geben. Jeden ersten Samstag im Montag findet zwischen 14 und 18 Uhr eine offener Treff mit Kaffee und Kuchen statt. Weitere Veranstaltungsreihen sind in Planung. Gerne nimmt man auch Anregungen für Veranstaltungen und Projekte auf.
 
Kurz vorgestellt wurde der Seniorexpertenservice SES. Bei dieser Ehrenamtsorganisation geht es darum, dass Profis im Ruhestand Auszubildenden helfen. Jeder dieser Ausbildungsbegleiter unterstützt in der Regel einen Auszubildenden bei theoretischen oder berufspraktischen Fragen, bei der Prüfungsvorbereitung, beim Ausgleich sprachlicher Defizite und vor allem bei der Stärkung seiner sozialen Kompetenz. Weitere Informationen hierzu gibt es direkt im Internet unter vera.ses-bonn.de
 
Von einem in der Sitzung anwesendem Bürger wurde die Parkmoral in Selb angeprangert. Vor allem in der Sedanstraße werde der Gehweg oft zugeparkt. Hier könne ein angebrachter weißer Streifen als Orientierung helfen, mit dem Fahrzeug weniger auf dem Gehweg zu stehen. Auch Behindertenparkplätze werden oft unberechtigt genutzt. Ferne sprach er auch die Notwendigkeit eines Behindertenparkplatzes an der Ludwig-Apotheke an. Oberbürgermeister Uli Pötzsch weiß um die oft angesprochene Problematik. Er könne nur an den gesunden Menschenverstand im Straßenverkehr appellieren. Klar aber bräuchte es, so der allgemeine Tenor in der Runde, mehr polizeiliche Kontrollen. Wohl nur über den Geldbeutel könne der Fahrzeugführer zu mehr Verantwortung erzogen werden. Pötzsch erklärte, dass man es noch vermeiden wolle, eine wie bereits in anderen Städten übliche Parkraumüberwachung einzuführen.

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